Frühlingszeit Parasitenzeit

Die Frühlingszeit bringt jedes Jahr einen besonderen Plagegeist mit sich. Es handelt sich um die Zecke, auch Gemeiner Holzbock genannt.

Die Zecke, das knapp 2 mm große Spinnentier birgt für Mensch und Tier so einige Gefahren. Oft genug bleibt ein Zeckenbiss zwar ohne Folgen, er kann jedoch auch der Auslöser einer Borreliose sein. Schätzungsweise ein Drittel der Zecken ist mit Borrelien infiziert, die im Darm des Parasiten leben. Die Tendenz ist steigend, was wiederum das Risiko einer Erkrankung ständig erhöht.


Die Borreliose kann viele unterschiedliche Symptome mit sich bringen. Nicht selten sind das, gerade beim Hund, neben Fieber, Futterverweigerung, Augenentzündungen, Herzproblemen und Gelenkerkrankungen auch massive Magen- und Darmtraktstörungen (Durchfall, Erbrechen). Eine sichere Diagnose ist nur über eine Blutuntersuchung möglich, bei der der Borreliose-Antikörpertiter bestimmt wird. Ebenfalls schnell und zuverlässig kann eine Borreliose über ein so genanntes Borrelien-PCR (Gelenkflüssigkeit und Haut) nachgewiesen werden.


Verantwortungsvolle Hundebesitzer werden allerdings dem Zeckenbefall intensiv vorbeugen. Besonders im Frühjahr gilt es, den Hund wirksam vor Zecken und anderen Parasiten zu schützen. Die Tiermedizin bietet viele gute Zecken- und auch Flohschutzmittel an. Zum einen stehen sie als Spot-on für Hunde zur Verfügung, aber auch als Einzelpipetten, Tabletten oder Halsbänder. Letztere sind mit einem Wirkstoff gegen Zecken- und Flöhe gefüllt. Ein Spot-on oder eine Pipettenlösung wirkt circa vier Wochen. Die Flüssigkeit wird dem Hund direkt auf die Haut geträufelt, und zwar zwischen die Schulterblätter und auf die Schwanzkuppe. Nach einem Monat bedarf es einer erneuten Behandlung. Von März bis weit in den Herbst hinein sind die Zecken aktiv. Als prophylaktische Maßnahme gegen die Borreliose gibt es seit ein paar Jahren unter anderem die Möglichkeit, den Hund impfen zu lassen. Darüber sollten sich Hundebesitzer beim behandelnden Tierarzt eingehend beraten lassen.


Obwohl die angebotenen Präparate sehr effektiv sind, passiert es dennoch vereinzelt, dass sich der Hund eine Zecke einfängt. Schnell handeln und den Plagegeist entfernen, ist dann das oberste Gebot, um eine Infektion zu verhindern. Innerhalb von 24 Stunden breiten sich die Erreger im Hund aus. Zur Entfernung der Zecke sollte unbedingt eine spezielle Zeckenzange benutzt werden. Die Handhabung dieses praktischen Hilfsmittels ist einfach, und es ist sichergestellt, dass der Kopf des Parasiten nicht in der Haut des Hundes stecken bleibt.


Ist eine Zecke, die sich bereits mit Blut vollgesaugt hat, erfolgreich entfernt worden, so kann es durchaus Sinn machen, sie einer Laboruntersuchung zu unterziehen. Falls das Ergebnis positiv ist, es sich also um eine mit Borrelien infizierte Zecke handelt, können umgehend entsprechende Behandlungsmaßnahmen beim Hund eingeleitet werden. Einer Späterkrankung kann auf diese Weise vorgebeugt werden. Des Weiteren ist es im Frühjahr unabdingbar, den Hund täglich auf Zeckenbefall zu untersuchen. Selbst wenn die Präparate heute bereits hochwirksam schützen, ist es nie ganz zu vermeiden, dass sich einmal eine Zecke auf der Haut des Hundes einnistet.



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KW 40 - Dienstag, 30. September 2014
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