Die Bundesliga 2026/27 ist mit einem frühen Zweikampf gestartet: Borussia Dortmund führt nach fünf Spieltagen die Tabelle an, Titelverteidiger FC Bayern München folgt dicht dahinter. Der 5:1-Erfolg der Bayern gegen den VfB Stuttgart im Eröffnungsspiel am 28. August 2026 war ein Ausrufezeichen, aber noch kein Vorsprung in der Wertung. Hinter beiden bleiben Freiburg, Leverkusen und Leipzig in Reichweite. Parallel liefert die 2. Bundesliga mit Hertha BSC und dem 1. FC Nürnberg eine klare erste Richtung.
Bundesliga 2026/27: Dortmund setzt den ersten Maßstab
Die 64. Spielzeit der höchsten deutschen Männer-Spielklasse begann am 28. August 2026, drei Wochen nach dem Start der 2. Bundesliga. Der erste Spieltag lief vom 28. bis 30. August. Weil die FIFA-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko im Sommer stattfand, rückte der Saisonbeginn um eine Woche nach hinten.
Am Stichtag 11. Oktober 2026 steht Dortmund nach fünf Spielen bei 13 Punkten: vier Siege, ein Unentschieden und 11:4 Tore. Bayern kommt auf 11 Punkte bei 16:4 Toren. Der Unterschied liegt damit nicht in der Offensivkraft, sondern in den zwei Unentschieden des Titelverteidigers. Freiburg hat erst vier Partien absolviert und steht mit 10 Punkten sowie 12:3 Toren auf Rang drei.
| Rang | Verein | Spiele | Punkte | Tore |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Borussia Dortmund | 5 | 13 | 11:4 |
| 2 | FC Bayern München | 5 | 11 | 16:4 |
| 3 | SC Freiburg | 4 | 10 | 12:3 |
| 4 | Bayer 04 Leverkusen | 5 | 10 | 14:8 |
| 5 | RB Leipzig | 5 | 9 | 15:5 |
Damit bleibt die Lage vorläufig. Freiburg hat eine Begegnung weniger als die übrigen Teams in der Spitzengruppe. Borussia Mönchengladbach wartet dagegen nach vier Spielen und 0 Punkten auf den ersten Zähler; der Hamburger SV liegt mit 6 Punkten aus fünf Partien auf Platz elf.
Warum Bayern, Dortmund und drei Verfolger zu den Favoriten zählen
Dortmund führt, Bayern ist Titelverteidiger und gewann 2025/26 zudem den DFB-Pokal. Beide Klubs markieren damit die erste Achse im Titelrennen. Bayer Leverkusen, RB Leipzig und der SC Freiburg gehören nach ihrer frühen Platzierung ebenfalls zum oberen Tabellendrittel. Die ersten fünf Mannschaften trennen nur vier Punkte, wobei Freiburg noch ein Spiel nachholen kann.
Bei Bayern spricht die Torzahl für einen schnellen Zugriff im Angriff: 16 Treffer in fünf Spielen sind der höchste Wert der fünf führenden Teams. Leipzig folgt mit 15 Toren, Leverkusen mit 14. Freiburg stellt mit nur drei Gegentoren aus vier Spielen die bislang knappste Abwehrbilanz dieser Gruppe. Dortmunds 11:4 unterstreicht wiederum, dass der Spitzenplatz nicht nur auf einem einzelnen Kantersieg beruht.
An der Spitze der Torschützenliste stehen nach fünf Spieltagen fünf Spieler. Younes Ebnoutalib von Eintracht Frankfurt, Michael Olise vom FC Bayern, Patrik Schick von Leverkusen, Yuito Suzuki aus Freiburg und Phillip Tietz von Mainz führen sie jeweils mit vier Treffern an. Die Tore verteilen sich damit früh über mehrere Vereine.
Die internationalen Plätze sind klar definiert: Die Ränge eins bis vier berechtigen zur Champions League, Platz fünf zur Europa League und Platz sechs zur Conference-League-Qualifikation. Gerade deshalb ist die dichte Spitzengruppe nicht nur im Meisterschaftsrennen relevant.
Diese Neuzugänge und Abgänge verändern die Kräfteverhältnisse
Vom 1. Juli bis zum 31. August 2026 lief der Sommertransfermarkt. Bayern verpflichtete Ismael Saibari von der PSV Eindhoven und Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt für jeweils rund 50 Millionen Euro. Zugleich endeten die Verträge von Leon Goretzka und Raphael Guerreiro. Die Münchner bauten den Kader somit nicht allein durch Zugänge um.
| Personalie | Wechsel | genannte Ablöse |
|---|---|---|
| Ismael Saibari | PSV Eindhoven zu FC Bayern München | rund 50 Mio. Euro |
| Nathaniel Brown | Eintracht Frankfurt zu FC Bayern München | rund 50 Mio. Euro |
| Rocco Reitz | Borussia Mönchengladbach zu RB Leipzig | rund 20 Mio. Euro |
| Joane Gadou | RB Salzburg zu Borussia Dortmund | rund 19,5 Mio. Euro |
| Bilal El Khannouss | Leicester City zu VfB Stuttgart | 15 Mio. Euro |
Dortmund gab Karim Adeyemi für rund 22 Millionen Euro an den FC Barcelona ab. Leipzig verlor Lois Openda für rund 50 Millionen Euro, holte aber Reitz. Bei Stuttgart wurde Bilal El Khannouss nach einer Leihe fest verpflichtet. Der umfangreichste Kaderumbau wird der TSG Hoffenheim zugeschrieben, die zahlreiche Zu- und Abgänge verzeichnete.
Neue Konstellationen gibt es auch auf den Trainerbänken. Carles Martínez übernahm Bayer Leverkusen im Juli 2026, Mauro Lustrinelli Union Berlin im selben Monat. Daniel Thioune arbeitet seit Februar 2026 bei Werder Bremen. Dortmund setzt unterdessen mit Niko Kovac seit Januar 2025 auf Kontinuität.
Aufsteiger: Elversberg sammelt früh Punkte, Schalke setzt auf Erfahrung
Aus der 2. Bundesliga 2025/26 kamen FC Schalke 04, SV Elversberg und SC Paderborn 07 hoch. Für Schalke ist es die Rückkehr nach zwei Jahren. Elversberg ist als 59. Bundesligist der Geschichte neu in der Liga.
Für Elversberg fällt der erste Zwischenstand günstig aus: 7 Punkte aus fünf Spielen bedeuten Platz neun. Der Klub setzt auf entwicklungsfähige Talente und Leihspieler. Schalke stellt seinen Kader mit erfahrenen Akteuren wie Maximilian Wöber, Robin Gosens, Kevin Müller und Junior Adamu auf. Paderborn verfolgt einen breiten, kostenbewussten Ansatz mit Spielern aus der 2. und 3. Liga.
Das Beispiel Elversberg zeigt, dass der Aufstieg nicht automatisch einen Fehlstart bedeuten muss. Nach nur fünf Partien bleibt der Abstand in beide Richtungen allerdings klein; die 7 Punkte sind eine Momentaufnahme, keine Absicherung für die gesamte Saison.
2. Bundesliga 2026/27: Hertha gewinnt die ersten sieben Spiele
Die 2. Bundesliga 2026/27 begann am 7. August 2026. Nach sieben Spieltagen, Stand 11. Oktober 2026, führt Hertha BSC mit der perfekten Bilanz von 21 Punkten aus sieben Siegen. Die Berliner haben 19:8 Tore. Dahinter folgt der 1. FC Nürnberg mit 17 Punkten und 20:10 Toren.
| Rang | Verein | Spiele | Punkte | Tore |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Hertha BSC | 7 | 21 | 19:8 |
| 2 | 1. FC Nürnberg | 7 | 17 | 20:10 |
| 3 | 1. FC Heidenheim 1846 | 7 | 14 | 14:12 |
| 5 | VfL Wolfsburg | 7 | 12 | – |
| 12 | VfL Bochum | 7 | 7 | – |
| 18 | Holstein Kiel | 7 | 4 | 7:11 |
Heidenheim folgt mit 14 Punkten auf Platz drei. Der aus der 1. Bundesliga 2025/26 abgestiegene VfL Wolfsburg steht mit 12 Punkten auf Rang fünf. Bochum hat 7 Punkte, Kiel ist mit 4 Punkten und noch keinem Sieg Tabellenletzter. Hertha hat sich früh abgesetzt, doch Nürnberg und Heidenheim halten Anschluss.
Die wichtigsten Termine bis zum Saisonende
Nach dem frühen Saisonstart setzt der Rahmenterminkalender mehrere Fixpunkte. Nach dem 14. Spieltag beginnt die Winterpause am Wochenende vom 18. bis 20. Dezember 2026. Weiter geht es am 8. Januar 2027. Anfang März folgt vom 2. bis 4. März 2027 eine englische Woche.
- 1. Mai 2027: Am Samstag finden keine Ligaspiele statt.
- 22. Mai 2027: 34. und letzter Spieltag der Bundesliga.
- 23. Mai 2027: letzter Spieltag der 2. Bundesliga.
- 27. und 28. Mai 2027: Hinspiele der Relegation.
- 29. Mai 2027: DFB-Pokalfinale im Berliner Olympiastadion.
- 31. Mai und 1. Juni 2027: Rückspiele der Relegation.
Was das bedeutet: Zwischen dem Ende der Bundesliga am 22. Mai und den Relegationsrückspielen am 1. Juni liegen nur wenige Tage. Für die Teams in der Relegation verlängert sich die Saison damit bis Anfang Juni. Für die Spitzenklubs wird außerdem die englische Woche Anfang März ein erster eng getakteter Prüfpunkt.
Der Blick reicht bereits in die nächste Spielzeit: Der Rahmenterminkalender 2027/28 soll voraussichtlich im November 2026 vom DFB-Präsidium verabschiedet werden. Der Start der Saison 2027/28 ist planmäßig für August 2027 vorgesehen.
Historische Fakten zur Liga
Deutscher Meister 2002 wurde Borussia Dortmund. Der Klub machte die Meisterschaft am 4. Mai 2002 mit einem 2:1 gegen Werder Bremen klar. In der Gegenwart steht Dortmund wieder an der Spitze, doch der frühe Tabellenplatz ist nicht mit einem Titelgewinn gleichzusetzen.
Mehrere Vereine sind seit ihrem Aufstieg in die Bundesliga nie abgestiegen: Bayern seit 1965/66, Bayer Leverkusen seit 1979/80, die TSG Hoffenheim seit 2008/09, der FC Augsburg seit 2011/12, RB Leipzig seit 2016/17 und Union Berlin seit 2019/20. Der Hamburger SV hatte diese Besonderheit als letztes Gründungsmitglied der Bundesliga bis zum Abstieg 2017/18.
Der FC Bayern spielte nie in der 2. Bundesliga. Vor dem Bundesliga-Aufstieg 1965 war der Verein von 1963 bis 1965 in der zweitklassigen Regionalliga Süd aktiv. Die 2. Bundesliga wurde erst 1974 eingeführt.
Häufige Fragen
Wann begann die Bundesliga 2026/27?
Die Saison begann am 28. August 2026. Der erste Spieltag wurde vom 28. bis 30. August 2026 ausgetragen; die 2. Bundesliga war bereits am 7. August 2026 gestartet.
Wie sieht die aktuelle Tabelle der 2. Bundesliga aus?
Stand 11. Oktober 2026 führt Hertha BSC mit 21 Punkten aus sieben Spielen vor Nürnberg mit 17 und Heidenheim mit 14 Punkten. Holstein Kiel ist mit 4 Punkten aus sieben Spielen Letzter.
Wer wurde 2002 Bundesliga-Meister?
Borussia Dortmund gewann die Meisterschaft der Saison 2001/02. Am 4. Mai 2002 sicherte ein 2:1 gegen Werder Bremen den Titel.
Wer ist noch nie aus der 1. Bundesliga abgestiegen?
Seit ihrem jeweiligen Aufstieg ohne Abstieg blieben Bayern München, Bayer Leverkusen, TSG Hoffenheim, FC Augsburg, RB Leipzig und Union Berlin. Die Zeiträume reichen von Bayern seit 1965/66 bis Union seit 2019/20.
Was ist der meistgehasste Fußballverein in Deutschland?
In einer Statista-Umfrage aus dem Jahr 2018 mit 3.030 Befragten nannten 41 Prozent den FC Bayern München als meistgehassten Verein. RB Leipzig lag mit 28 Prozent auf Platz zwei; der SC Freiburg war in dieser Studie der am wenigsten gehasste Klub.
War der FC Bayern schon mal in der 2. Liga?
Nein. Bayern spielte vor dem Bundesliga-Aufstieg 1965 in der Regionalliga Süd, nicht in der 2. Bundesliga. Diese wurde erst 1974 eingeführt.





