Der Preis für das Deutschlandticket liegt seit dem 1. Januar 2026 bei 63 Euro im Monat. Zum 1. Januar 2027 steigt er auf 66,80 Euro. Damit steht der nächste Betrag bereits fest – und erstmals bestimmt ein Preisindex, wie sich der Preis in den Folgejahren entwickeln soll. Für die rund 14,5 Millionen Nutzerinnen und Nutzer pro Monat ist vor allem wichtig: Das Ticket bleibt ein Abo, verlängert sich automatisch und lässt sich monatlich kündigen.
Deutschlandticket-Preis 2026: 63 Euro für den Nahverkehr
Der bundesweit einheitliche Preis beträgt seit dem 1. Januar 2026 63 Euro pro Monat. Das Deutschlandticket gibt es nur als monatliches Abo. Einen bundesweiten Verkauf als Tages- oder Wochenkarte gibt es nicht.
Für diesen Betrag gilt das Ticket in Bussen, U-Bahnen, Straßenbahnen, S-Bahnen sowie in Regionalbahnen und Regionalexpresszügen. ICE, IC, EC und FlixTrain gehören nicht dazu. Eine Ausnahme bilden wenige Fernverkehrsstrecken mit Freigabe für den Nahverkehr, etwa zwischen Rostock und Stralsund.
Die Regel gilt unabhängig vom Wohnort oder Verkehrsverbund. Auch einige grenznahe Städte sind mit dem Ticket erreichbar: Salzburg, Kufstein, Schaffhausen, Venlo, Luxemburg und Świnoujście. Wer eine Reise mit einem Fernverkehrsticket kombiniert, sollte jedoch aufpassen: Bei einer verpassten Verbindung zwischen Nah- und Fernverkehr bestehen keine durchgehenden Fahrgastrechte für die Weiterfahrt.
Von 49 auf 66,80 Euro: so entwickelte sich der Preis
Das Deutschlandticket startete am 1. Mai 2023 für 49 Euro. Zum 1. Januar 2025 stieg der Preis auf 58 Euro, also um 9 Euro. Ein Jahr später folgte die nächste Erhöhung auf 63 Euro: 5 Euro mehr oder 8,6 Prozent gegenüber 2025. Vom Einführungspreis bis 2026 entspricht das einem Anstieg von knapp 29 Prozent in drei Jahren.
Zum Vergleich: Vor dem Deutschlandticket lagen regionale Monatskarten in Großstädten wie Hamburg, Berlin oder München häufig zwischen 90 und 180 Euro. Gerade für Fahrten über Verbundgrenzen hinweg kann der einheitliche Preis deshalb trotz der Erhöhungen günstiger sein als ein früheres lokales Abo.
| Stichtag | Preis pro Monat | Veränderung |
|---|---|---|
| 1. Mai 2023 | 49,00 Euro | Einführung |
| 1. Januar 2025 | 58,00 Euro | plus 9,00 Euro |
| 1. Januar 2026 | 63,00 Euro | plus 5,00 Euro |
| 1. Januar 2027 | 66,80 Euro | plus 3,80 Euro |
Die Preisentwicklung verlief bislang in einzelnen politischen Beschlüssen. Ab 2027 soll sie nach einer festgelegten Formel nachvollziehbarer werden. Das bedeutet nicht, dass der Betrag dauerhaft gleich bleibt: Der Preisindex reagiert gerade auf jene Kosten, die Verkehrsunternehmen tragen.
Warum der Preis 2027 auf 66,80 Euro steigt
Am 30. September 2026 setzte der Koordinierungsrat Deutschlandticket den Preis für 2027 auf 66,80 Euro fest. Dem Gremium gehören Vertreter der Verkehrsministerien von Bund und Ländern an. Grundlage ist ein Preisindex, dessen Einführung die Verkehrsministerkonferenz im März 2026 einstimmig beschlossen hatte.
In den Index fließen Personalkosten mit 55 Prozent ein, Energiekosten mit 20 Prozent und allgemeine Betriebskosten mit 25 Prozent. Die Berechnung übernimmt die D-TIX GmbH & Co. KG. Spätestens am 30. September soll der Preis für das jeweilige Folgejahr veröffentlicht werden. Wer das Abo nutzt, kennt den Betrag für das kommende Jahr damit jeweils vor dem Jahreswechsel.
Die öffentliche Finanzierung bleibt ein zweiter Baustein. Bund und Länder beteiligen sich jeweils mit 1,5 Milliarden Euro pro Jahr, zusammen also mit 3 Milliarden Euro. Die Finanzierung über das Regionalisierungsgesetz ist mindestens bis Ende 2030 gesichert. Umweltverbände wie der BUND kritisieren dennoch, dass das Ticket nicht preisstabil gehalten wird.
Was das für 2028 und die nächsten Termine bedeutet
Der Preis vom 1. Januar 2027 ist der erste, der nach dem neuen Index festgelegt wurde. Ab 2028 soll zusätzlich ein Dämpfungsfaktor greifen: Steigen die Verkaufszahlen, soll der Preisanstieg geringer ausfallen. Das Deutschlandticket-Jobticket nennt die Verkehrsministerkonferenz ausdrücklich als Hebel für mehr Verkäufe.
- 1. Januar 2027: Der Monatsbetrag steigt von 63 auf 66,80 Euro.
- Ab 2028: Der Dämpfungsfaktor soll bei steigenden Verkaufszahlen Preisanstiege abschwächen.
- Spätestens 30. September jedes Jahres: Der Preis für das Folgejahr soll veröffentlicht werden.
- Mindestens bis Ende 2030: Die Finanzierung durch Bund und Länder ist über das Regionalisierungsgesetz gesichert.
Für Fahrgäste ist damit der 30. September der feste Termin, an dem der Preis für das Folgejahr feststeht. Die Verkehrsministerkonferenz hat den Mechanismus im März 2026 beschlossen; der Koordinierungsrat hat ihn am 30. September 2026 erstmals angewendet.
Kündigen statt verlängern: diese Frist entscheidet zum Jahreswechsel
Eine Verlängerung muss niemand beantragen. Das Deutschlandticket verlängert sich automatisch jeden Monat, solange es nicht gekündigt wird. Aktiv werden muss nur, wer das Abo beenden möchte.
Die Kündigung ist bis zum 10. eines Monats zum Ende desselben Monats möglich. Wer den Preis von 66,80 Euro ab Januar 2027 nicht zahlen will, muss deshalb spätestens am 10. Dezember 2026 kündigen. Wer erst nach dem 10. Dezember kündigt, zahlt noch einen weiteren vollen Monat, also den Januar 2027 zum neuen Preis von 66,80 Euro.
- Den Anbieter prüfen, bei dem das Deutschlandticket abgeschlossen wurde.
- Die Kündigung in der App, im Online-Kundenportal oder über den Kündigungsbutton des Verkehrsunternehmens abgeben.
- Die Frist bis zum 10. des Monats beachten und die Bestätigung sichern.
Ein bundesweites Sonderkündigungsrecht allein wegen der Preiserhöhung gibt es nicht. Das Abo ist monatlich kündbar. Im VVS-Gebiet Stuttgart gilt eine Ausnahme: Dort besteht zwei Wochen nach Bekanntgabe der Tariferhöhung ein Sonderkündigungsrecht, der Mehrbetrag wird erstattet.
Deutschlandticket-Preis für Rentner, Schüler und Beschäftigte
Für Rentnerinnen und Rentner gibt es keinen bundesweiten Seniorenrabatt. Rentnerinnen und Rentner zahlen 2026 regulär 63 Euro monatlich, also 756 Euro im Jahr. Hamburg hatte im Dezember 2025 ein günstigeres Deutschlandticket für Senioren beschlossen. Außerdem bieten einzelne Kommunen bei der Abgabe des Führerscheins zeitlich begrenzt ein kostenloses Deutschlandticket an, darunter Lübeck, Dortmund, Bonn und Leverkusen.
Für Menschen mit Schwerbehindertenausweis und bestimmten Merkzeichen kann statt des Deutschlandtickets eine günstigere Wertmarke für den öffentlichen Nahverkehr in Betracht kommen. Bei Schülerinnen und Schülern gibt es ebenfalls regionale Unterschiede: In Schleswig-Holstein zahlen Kreise und Städte beim Deutschland-Schulticket mindestens 20 Euro Zuschuss, der Eigenanteil liegt höchstens bei 43 Euro.
Studierende zahlen für das deutschlandweite Semesterticket ab 2027 voraussichtlich 40,08 Euro im Monat. Beim Jobticket muss der Arbeitgeber mindestens 25 Prozent zuschießen; Verkehrsunternehmen geben zusätzlich 5 Prozent Rabatt. Das Jobticket kostet 2027 voraussichtlich 63,46 Euro monatlich. Mit Mindestzuschuss und Rabatt zahlen Pendler 2026 höchstens 44,10 Euro (63 Euro minus 30 Prozent), 2027 rechnerisch höchstens 46,76 Euro.
Monatskarte der Deutschen Bahn: Fernverkehr ist ein anderes Produkt
Die Frage nach dem Preis einer Monatskarte der Deutschen Bahn lässt sich nicht mit einem Pauschalpreis beantworten. Eine Streckenzeitkarte im DB-Fernverkehr kostet je nach Strecke unterschiedlich und ist nicht mit dem Deutschlandticket gleichzusetzen. Sie gilt für Fernverkehr auf einer festgelegten Verbindung, während das Deutschlandticket bundesweit den Nahverkehr abdeckt.
Ab dem 21. Oktober 2026 senkt die Deutsche Bahn die Preise für Monatskarten und Schülermonatskarten im Fernverkehr um 25 Prozent. Auf der Strecke Frankfurt–Mannheim sinkt der Preis von 375,60 Euro auf 281,70 Euro; das sind 93,90 Euro Ersparnis im Monat. Gleichzeitig schafft die DB das Jahresabonnement für Streckenzeitkarten ab, die Karten gibt es dann flexibel ohne Vertragsbindung.
Eine Preiserhöhung für DB-Tickets ist bis Mai 2027 nicht geplant: DB-Chefin Evelyn Palla setzt die regulären Preiserhöhungen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 aus, die Ticketpreise bleiben bis Mai 2027 stabil. Bei den Monatskarten im Fernverkehr sinken die Preise sogar.
Häufige Fragen
Kann ich das Deutschlandticket verschenken?
Ja. Das Ticket kann im DB-Reisezentrum oder online für eine andere Person gekauft werden, wenn deren Daten als reisende Person angegeben werden. Der Käufer bleibt Vertragspartner und damit für Zahlung und Kündigung verantwortlich. Weil das Ticket personenbezogen und nicht übertragbar ist, muss der Name bei einer Kontrolle zum Ausweis passen.
Muss ich mein Deutschlandticket verlängern?
Nein. Das Abo verlängert sich automatisch Monat für Monat. Nur eine Kündigung erfordert einen Schritt: Sie muss bis zum 10. eines Monats erfolgen, wenn das Abo zum Ende dieses Monats enden soll.
Wie viel kostet eine Monatskarte der Deutschen Bahn?
Für eine Fernverkehrs-Streckenzeitkarte gibt es keinen Pauschalpreis, weil er von der Strecke abhängt. Ab dem 21. Oktober 2026 kostet das Beispiel Frankfurt–Mannheim 281,70 Euro statt 375,60 Euro.
Gibt es eine Preiserhöhung für DB-Tickets?
Die regulären DB-Preiserhöhungen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 sind ausgesetzt; die Ticketpreise sollen bis Mai 2027 stabil bleiben. Fernverkehrs-Monatskarten werden ab dem 21. Oktober 2026 sogar um 25 Prozent günstiger.
Ist Bahnfahren ab 65 Jahren billiger?
Bundesweit gibt es keinen Seniorenrabatt beim Deutschlandticket. Der reguläre Preis liegt 2026 bei 63 Euro monatlich. Einzelne Städte und Länder bieten eigene Vergünstigungen an, etwa Hamburg mit einem beschlossenen günstigeren Seniorenticket.
Wie teuer wird das Deutschlandticket ab 2027?
Ab dem 1. Januar 2027 kostet es 66,80 Euro im Monat. Der Betrag liegt 3,80 Euro über dem Preis von 2026 und wurde am 30. September 2026 vom Koordinierungsrat Deutschlandticket festgelegt.





