Der DFB-Pokal 2026/27 geht in die zweite Runde: Am Dienstag, 27. Oktober, und Mittwoch, 28. Oktober 2026, wird die zweite Runde gespielt. Danach führt der Weg über das Achtelfinale im Dezember, die Viertelfinals im Februar und die Halbfinals im April zum Endspiel am Samstag, 29. Mai 2027, im Berliner Olympiastadion. Für die größte Überraschung der ersten Runde sorgte der Regionalligist SSV Jeddeloh II gewann 5:2 gegen den 1. FC Heidenheim.
DFB-Pokal 2026/27: Diese Termine führen bis nach Berlin
Die erste Hauptrunde wurde vom 21. bis 24. August 2026 sowie am 1. und 2. September 2026 ausgetragen. Nun bleiben fünf Runden bis zur Trophäe. Nach der zweiten Runde Ende Oktober stehen die letzten 16 Mannschaften fest, nach dem Achtelfinale im Dezember die letzten acht.
| Runde | Termin |
|---|---|
| 2. Runde | Dienstag, 27. Oktober, und Mittwoch, 28. Oktober 2026 |
| Achtelfinale | Dienstag, 1. Dezember, und Mittwoch, 2. Dezember 2026 |
| Viertelfinale | 2./3. Februar sowie 9./10. Februar 2027 |
| Halbfinale | Dienstag, 20. April, und Mittwoch, 21. April 2027 |
| Finale | Samstag, 29. Mai 2027, Olympiastadion Berlin |
Damit hat das DFB-Pokalendspiel 2027 einen festen Ort und ein festes Datum. Seit 1985 findet das Finale ununterbrochen im Olympiastadion Berlin statt. Für die Klubs bedeutet das: Wer Ende Oktober weiterkommt, muss bis zum 29. Mai 2027 noch vier K.-o.-Hürden überwinden.
Die zweite Runde bündelt vier Bundesliga-Duelle
Am Samstag, 5. September 2026, fand die Auslosung für die zweite Runde im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund statt. Weltmeister Bastian Schweinsteiger war die Losfee, DFB-Vizepräsident Peter Frymuth übernahm die Ziehungsleitung. Ab 17:45 Uhr übertrug die ARD-Sportschau die Auslosung live.
Auf dem Programm stehen vier direkte Bundesliga-Paarungen: Borussia Dortmund empfängt Werder Bremen, der Hamburger SV Eintracht Frankfurt, der 1. FC Köln Union Berlin und der SC Freiburg den VfL Wolfsburg. Dortmund gegen Bremen läuft am Dienstag, 27. Oktober 2026, um 20:45 Uhr live im ZDF. Am selben Abend beginnen Köln gegen Union sowie Borussia Mönchengladbach gegen den Karlsruher SC jeweils um 20:45 Uhr.
- Dienstag, 27. Oktober 2026, 18:00 Uhr: VfL Bochum – 1. FSV Mainz 05, SG Sonnenhof Großaspach – FC Augsburg, RW Essen – RB Leipzig und Hamburger SV – Eintracht Frankfurt.
- Dienstag, 27. Oktober 2026, 20:45 Uhr: 1. FC Köln – Union Berlin, Borussia Mönchengladbach – Karlsruher SC, SV Elversberg – SV Darmstadt 98 und Borussia Dortmund – Werder Bremen.
- Mittwoch, 28. Oktober 2026, 18:00 Uhr: SC Freiburg – VfL Wolfsburg, Dynamo Dresden – FC Schalke 04, SC Paderborn 07 – VfB Stuttgart sowie SSV Jeddeloh II – Hertha BSC.
- Mittwoch, 28. Oktober 2026, 20:45 Uhr: Holstein Kiel – TSG Hoffenheim, Hannover 96 – 1. FC Kaiserslautern, Bayer 04 Leverkusen – 1. FC Nürnberg und FC Bayern München – 1. FC Magdeburg.
Live im Ersten läuft Bayern gegen Magdeburg am Mittwoch um 20:45 Uhr. Für den VfB Stuttgart führt der Weg am selben Tag um 18:00 Uhr über den SC Paderborn 07. Jeddeloh II bleibt als Klub aus der Regionalliga Nord der tiefstklassige Teilnehmer der zweiten Runde.
Jeddeloh, Großaspach und Altglienicke liefern die ersten Überraschungen
Am 23. August 2026 gelang dem SSV Jeddeloh II die größte Sensation der ersten Hauptrunde. Mit 5:2 bezwang der Regionalligist den 1. FC Heidenheim und hat nun gegen Hertha BSC das nächste große Pokalspiel vor sich.
Im Elfmeterschießen schaltete die SG Sonnenhof Großaspach den Zweitligisten Arminia Bielefeld mit 3:0 aus. Wie knapp der Unterschied zwischen den Klassen sein kann, zeigte auch die VSG Altglienicke: Der Regionalligist zwang den Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg bis ins Elfmeterschießen und führte zwischenzeitlich dreimal. Wolfsburg setzte sich schließlich mit 6:5 im Elfmeterschießen durch.
Es gab zugleich klare Favoritensiege. Eintracht Frankfurt gewann beim Oberligisten SC St. Tönis 11:0, das torreichste Spiel der Runde. Borussia Dortmund besiegte den Oberligisten HEBC Hamburg am 1. September 2026 vor 45.917 Zuschauern im Volksparkstadion 5:0. Titelverteidiger Bayern München drehte am 2. September 2026 beim Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück einen frühen Rückstand und gewann 4:1.
Wer beim DFB-Pokal mitspielen darf
64 Mannschaften bilden das Feld. Sicher dabei sind alle 18 Bundesligisten und alle 18 Zweitligisten. Hinzu kommen die vier bestplatzierten Klubs der 3. Liga. An Regionalligisten und Amateurvereine, die sich als Landespokalsieger qualifizieren, gehen die übrigen 24 Startplätze.
Diese Zusammensetzung erklärt die besonderen Paarungen der ersten Runde: Ein Oberligist wie der SC St. Tönis kann auf Eintracht Frankfurt treffen, während Regionalligisten wie Jeddeloh II oder Altglienicke gegen höherklassige Gegner bestehen müssen. Die Landespokalsieger bringen den Amateurfußball in einen Wettbewerb, in dem am Ende auch die etablierten Profiklubs stehen.
Warum der DFB-Pokal seit 1935 einen eigenen Reiz hat
1935 wurde der Wettbewerb als Tschammer-Pokal gegründet; erster Sieger war der 1. FC Nürnberg. Seit der Saison 1952/53 trägt er den Namen DFB-Pokal. Seine Geschichte verbindet sich mit einem einfachen Modus: Jede Runde kann über das Weiterkommen oder Ausscheiden entscheiden, und die Zusammensetzung des Teilnehmerfeldes bringt Profis und Landespokalsieger zusammen.
Auch nach Europa führt der Pokalweg: Der Sieger qualifiziert sich für die UEFA Europa League und für den DFL-Supercup zu Saisonbeginn. In der ewigen Bilanz liegt der FC Bayern München mit 21 Titeln vorn, vor Werder Bremen mit sechs und Borussia Dortmund mit fünf Erfolgen.
Was das bedeutet: Nach Oktober beginnt die Strecke zum Finale
Auf die zweite Runde am 27. und 28. Oktober 2026 folgt das Achtelfinale am 1. und 2. Dezember. Nach der Winterpause folgen die vier Viertelfinals an zwei Wochen im Februar 2027. Danach bleiben nur die Halbfinals am 20. und 21. April, ehe Berlin am 29. Mai 2027 Gastgeber des Endspiels ist.
Als Titelverteidiger geht der FC Bayern in diese Saison. Im DFB-Pokal-Finale 2025/26 gewann München am 23. Mai 2026 im Olympiastadion 3:0 gegen den VfB Stuttgart. Harry Kane erzielte dabei einen lupenreinen Hattrick in der 55., 80. und 90.+2 Minute per Elfmeter. 74.036 Zuschauer sahen das ausverkaufte Finale, mit dem Bayern den 21. Pokaltitel und das Double aus Meisterschaft und Pokal holte.
Finale 2026: Treffpunkte und Anreise der Fans
Beim Pokalfinale 2026 sah das Fanprogramm so aus: Das Fanfest für Anhänger des VfB Stuttgart fand am 22. und 23. Mai 2026 auf dem Berliner Alexanderplatz statt. In Stuttgart gab es am Mercedes-Benz Museum ein Public Viewing für bis zu 15.000 Fans. Die Finalisten 2027 stehen noch nicht fest.
Im Olympiastadion waren die Fanlager getrennt: VfB-Fans nutzten den Eingang Süd am Südtor beziehungsweise am Coubertinplatz und fuhren mit der S-Bahn-Linie 3 bis zur Station Olympiastadion. FC-Bayern-Fans kamen über das Osttor am Olympischen Platz ins Stadion, mit der U-Bahn-Linie 2 bis Olympia-Stadion.
Der Pokal fasst acht Liter, sein Materialwert liegt bei rund 35.000 Euro
Die heutige Trophäe wird seit 1965 vergeben, nachdem der ursprüngliche Goldfasanen-Pokal aus der NS-Zeit durch eine Neuanfertigung ersetzt worden war. Sie ist 52 Zentimeter hoch, besteht aus feuervergoldetem Sterlingsilber und wird von der Goldschmiede Wilhelm Nagel gefertigt. Ihr Fassungsvermögen beträgt acht Liter.
Beim Gewicht kursieren zwei Angaben: 6,25 Kilogramm und 5,7 Kilogramm. Als Schmuck trägt der Pokal 12 Turmaline, 12 Bergkristalle und 18 Nephrite. Der Materialwert wird auf rund 35.000 Euro geschätzt. Dieser Betrag beschreibt nicht den sportlichen Wert eines Pokalsiegs, sondern allein das Material der Trophäe.
Häufige Fragen
Wer darf beim DFB-Pokal mitmachen?
Teilnehmen dürfen 64 Teams: alle 18 Bundesligisten, alle 18 Zweitligisten, die vier bestplatzierten Drittligisten sowie 24 Regionalligisten und Amateurvereine als Landespokalsieger.
Wann beginnt die DFB-Pokal-Auslosung?
Die Auslosung der zweiten Runde lief am Samstag, 5. September 2026, im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Die ARD-Sportschau übertrug ab 17:45 Uhr.
Wann findet das DFB-Pokalendspiel 2027 statt?
Als Finaltermin ist Samstag, 29. Mai 2027, im Olympiastadion Berlin angesetzt.
Wie viel kostet ein DFB-Pokal?
Der Materialwert der Trophäe wird auf rund 35.000 Euro geschätzt.
Wie wurde das DFB-Pokal-Finale 2026 übertragen?
Das Finale zwischen Bayern München und dem VfB Stuttgart am 23. Mai 2026 lief ab 20:00 Uhr im Ersten. Sky zeigte die Partie im Pay-TV; rbb24 Inforadio bot eine Vollreportage an.





